Durban Chicken Curry (südafrikanisch)

Würziges Hühnchen‑Curry mit Kartoffeln aus der südafrikanischen Küstenstadt Durban

Beschreibung

Dieses Curry ist ein Klassiker der indisch‑südafrikanischen Küche: saftiges Hühnchen und weiche Kartoffeln in einer tiefroten, stark gewürzten Sauce mit Tomate, viel Knoblauch, Ingwer und einer kräftigen Schärfe. Typisch für Durban wird es mit Reis oder indischem Brot serviert und oft bewusst heiss gegessen.

Angaben

  • Herkunft: Durban, Südafrika (indisch‑südafrikanische Küche) 
  • Kategorie: Hauptgericht, Curry 
  • Portionen: 4 
  • Zubereitungszeit: ca. 20 Min. 
  • Kochzeit: ca. 40–45 Min. 
  • Gesamtzeit: ca. 60–65 Min. 
  • Schwierigkeitsgrad: mittel 
  • Schärfegrad: mittel bis scharf (anpassbar) 

Tipp: Gewürze frisch rösten: Wenn du ganze Gewürze (Koriander, Cumin) selbst mahlst und kurz in der Pfanne röstest, wird das Aroma deutlich intensiver – sehr typisch für gute Durban‑Curries.

Zutaten

Huhn & die Basis

  • 900 g Hähnchen (Oberschenkel/Keulen, entbeint oder mit Knochen) 
  • 2 mittelgrosse Kartoffeln (ca. 300 g), geschält, in 3 cm grossen Stücken 
  • 1 grosse Zwiebel (ca. 150 g), fein gehackt 
  • 3 Knoblauchzehen (ca. 9 g), fein gehackt 
  • 1 daumengrosses Stück Ingwer (ca. 15 g), fein gerieben 
  • 2–3 EL Öl (Sonnenblumen‑ oder Erdnussöl) 
  • 500 ml Hühnerbrühe oder Wasser 
  • Salz, nach Bedarf
  • Gewürzmischung
  • 2 TL gemahlener Koriander 
  • 2 TL Kurkuma 
  • 1½ TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin) 
  • 1½ TL Paprikapulver (süss) 
  • 1 TL Chilipulver (oder nach Schärfe mehr) 
  • 1 TL Garam Masala (oder gutes Currypulver) 
  • ½ TL gemahlener schwarzer Pfeffer 
  • ½ TL Zimt (optional) 
  • 4–6 grüne Kardamomkapseln, leicht angedrückt (optional) 
  • 2 Lorbeerblätter

Tomaten & Säure

  • 400 g Dosentomaten (gewürfelt) oder 3–4 reife Tomaten, gewürfelt 
  • 1½ EL Tomatenmark 
  • 1 EL weisser Essig oder Apfelessig 
  • Saft von ½ Zitrone oder Limette (zum Abschmecken)

Optional

  • 1–2 grüne Chilis, ganz oder halbiert 
  • Frischer Koriander, gehackt (zum Bestreuen) 
  • Dazu: Basmatireis, Roti oder Naan 

Zubereitung

1. Huhn und Kartoffeln vorbereiten

a. Hähnchen waschen, trocken tupfen, in mundgerechte Stücke schneiden (falls nötig). 

b. In einer Schüssel mischen: 

  •    1 TL Salz 
  •    1 TL Koriander 
  •    1 TL Kurkuma 
  •    ¾ TL Cumin 
  •    ¾ TL Paprika 
  •    ½ TL Chilipulver 
  •    ¼ TL Pfeffer 

c. Huhn mit dieser Mischung gut einreiben, 15–30 Min. ziehen lassen.

d. Kartoffelstücke separat mit einer Prise Salz und je ¼ TL Kurkuma und Paprika bestäuben (optional, gibt Farbe und Geschmack).

2. Zwiebelbasis anbraten

a. Öl in einem schweren Topf oder Dutch Oven bei mittlerer Hitze erhitzen. 

b. Zwiebeln goldbraun anbraten (ca. 8–10 Min.), bis sie leicht karamellisieren.

c. Knoblauch und Ingwer dazugeben, 1–2 Min. mitdünsten, bis es intensiv duftet.

3. Gewürze rösten

a. Restliche Gewürze zum Topf geben: 

  •    1 TL Koriander 
  •    1 TL Kurkuma 
  •    ¾ TL Cumin 
  •    ¾ TL Paprika 
  •    ½ TL Chilipulver 
  •    1 TL Garam Masala 
  •    ¼ TL Pfeffer 
  •    ½ TL Zimt (falls verwendet) 
  •    Kardamomkapseln und Lorbeerblätter 

b. Unter ständigem Rühren 30–60 Sek. mitrösten, bis die Gewürze stark duften, aber nicht dunkel werden.

4. Tomaten und Mark zugeben

a. Tomatenmark kurz mitrösten (ca. 1 Min.). 

b. Dosentomaten (oder frische Tomaten) dazugeben, gut verrühren. 

c. Ca. 5 Min. köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen und die Masse etwas eindickt.

5. Huhn anbraten und mit Flüssigkeit aufgiessen

a. Das marinierte Huhn zum Topf geben, von allen Seiten 3–4 Min. in der Gewürz‑Tomaten‑Masse anbraten. 

b. Mit Hühnerbrühe oder Wasser aufgiessen, bis das Huhn fast bedeckt ist. 

c. Aufkochen, dann Hitze reduzieren, zudecken und ca. 15 Min. sanft köcheln.

6. Kartoffeln zugeben und fertig garen

a. Kartoffelstücke und ggf. ganze grüne Chilis in den Topf geben. 

b. Noch einmal aufkochen, dann zugedeckt bei niedriger Hitze ca. 15–20 Min. schmoren, bis Kartoffeln und Huhn sehr zart sind und die Sauce schön sämig ist.

c. Gelegentlich umrühren; falls zu dickflüssig, etwas Wasser nachgiessen.

7. Abschmecken und finalisieren

a. Mit Salz, Essig und Zitronen‑/Limettensaft abschmecken; die Säure hebt die Würze typisch für Durban‑Curries.

b. Wer mag, rührt am Ende noch ½–1 TL Garam Masala unter. 

c. Mit frischem Koriander bestreuen.

8. Servieren

  • Heiss mit weissem Basmatireis, Roti oder Naan servieren. 
  • Dazu passt ein einfacher Joghurt oder Gurkensalat, um die Schärfe auszubalancieren.

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