Szechuanfunkeln im Paprikabecken 

Hühnchenwürfel und Bohnen in einem klaren, tomaten‑paprikaroten Fond mit Peperoni, Szechuanpfeffer und Zitronenfrische, getragen von süsser Sojasauce.

Angaben zum Rezept

  • Menge: Für 2–3 Personen 
  • Zeit: ca. 40–45 Minuten (inkl. Blanchieren der Bohnen) 
  • Gang: Hauptgang 
  • Einfluss: Leichter, Szechuan‑inspirierter Hühnchen‑Gemüse‑Eintopf mit Zitrusakzent 
  • Saisonalität: Ganzjährig 
  • Energiegehalt: grob 450–600 kcal pro Portion
  • Charakter: Erdig mit guter Balance durch die Zitrusaromatik

Poetische Beschreibung

Zwischen roten Paprikabögen und grünem Bohnenpfad tanzen kleine Szechuanfunken auf der Oberfläche des hellen Geflügelfonds. 

Hühnchenwürfel treiben darin wie leise Akzente, während Zitronensaft und Chili die Ränder zum Vibrieren bringen. 

So wird der Eintopf zu einer Schale, in der Wärme, Frische und zarte Betäubung sich die Hand reichen.

Szechuanpfeffer und Zitronensaft machen das Gericht lebendig - geh damit lieber in kleinen Schritten vor und koste mehrmals, statt gleich voll aufzudrehen. Halte die Bohnen bewusst mit leichtem Biss und lass den Fond nur sachte köcheln, dann bekommst du einen klaren, aromatischen Eintopf, der nicht „zusammenfällt“.

Zutaten für 2 Personen

  • 300–350 g Hühnchenfleisch in Würfeln 
  • 700–800 ml Geflügelfond 
  • 1–2 Peperoni (je nach Schärfe), in feinen Ringen oder kleinen Würfeln 
  • 1 rote Paprika, in kleinen Würfeln oder Streifen 
  • 1–2 EL Tomatenkonzentrat 
  • Chili nach Geschmack (Flocken oder Pulver) 
  • ½–1 TL Szechuanpfeffer, grob gemörsert 
  • Saft von ca. ½ Zitrone (nach Geschmack) 
  • 150–200 g frische Bohnen, geputzt, in 3–4 cm Stücke geschnitten (blanchiert, s.u.) 
  • 1–2 EL süsse Sojasauce 
  • 1–2 EL Erdnussöl 

Weinempfehlung

  • Schweiz: Ein frischer Sauvignon Blanc oder ein leichter Heida/Paien mit Zitrus‑ und Kräuternoten harmoniert gut mit Paprika, Bohnen, Soja und Koriander. 
  • Österreich: Trockener Grüner Veltliner (Kremstal/Kamptal), mit feinem Pfefferl und guter Säure; trägt Gemüse und Bohnen, ohne die Schärfe zu verstärken. 
  • Italien: Ein schlanker Soave Classico oder Vermentino; genügend Säure und leicht kräutrige Noten, um den Eintopf zu begleiten, ohne zu dominieren. 
  • Frankreich: Sauvignon Blanc von der Loire (Sancerre, Pouilly-Fumé oder Touraine) mit kühler Säure und Kräuteraromatik als frischer Gegenpol zum warmen Bohnen‑Paprikagarten.

Zubereitung

1. Bohnen blanchieren

  • Einen Topf mit gut gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. 
  • Bohnen in 3–4 cm Stücke schneiden, 3–5 Minuten blanchieren, bis sie sattgrün und leicht bissfest sind. 
  • In kaltem Wasser abschrecken, gut abtropfen lassen und beiseitestellen.

2. Gemüse und Fleisch vorbereiten 

  • Hühnchenfleisch in gleichmässige Würfel schneiden. 
  • Paprika und Peperoni entkernen (Peperoni je nach gewünschter Schärfe), in kleine Würfel oder feine Streifen schneiden. 

3. Peperoni in Erdnussöl anschwitzen 

  • In einem grossen Topf Erdnussöl bei mittlerer bis leicht hoher Hitze erwärmen. 
  • Peperoni hineingeben und 3–5 Minuten anschwitzen, bis sie weich zu werden beginnen und ihre Süße und ihr Aroma entfalten, ohne stark zu bräunen. 
  • Paprika dazugeben und weitere 2–3 Minuten mitsautieren.

4. Gewürz‑ und Tomatenbasis aufbauen 

  • Tomatenkonzentrat in den Topf geben, kurz mitrösten, bis es etwas dunkler wird und riechbar „röstet“. 
  • Chili und grob gemörserten Szechuanpfeffer einstreuen, kurz mitrühren (nur wenige Sekunden), damit sie duften, aber nicht verbrennen. 

5. Mit Geflügelfond aufgiessen

  • Mit Geflügelfond ablöschen und alles gut verrühren, sodass sich Tomatenkonzentrat und Gewürze gleichmässig verteilen. 
  • Süsse Sojasauce einrühren. 
  • Einmal aufkochen, dann die Hitze auf sanftes Köcheln reduzieren.

6. Fleisch und Bohnen im Fond garen 

  • Hühnchenwürfel und die blanchierten, abgetropften Bohnen gleichzeitig in den leise köchelnden Fond geben. 
  • 10–12 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen, nicht sprudelnd kochen, bis das Hühnchen durchgegart und zart ist und die Bohnen heiss mit leichtem Biss sind. 
  • Zwischendurch einmal umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.

7. Mit Zitronensaft und Sojasauce feinjustieren 

  • Zitronensaft in kleinen Schritten einrühren, jeweils probieren, bis der Fond einen deutlichen, aber nicht dominanten Frische‑Akzent hat. 
  • Bei Bedarf süsse Sojasauce oder etwas Chili nachlegen, bis Salzigkeit und Schärfe für dich stimmen.

8. Servieren 

  • Den Eintopf in vorgewärmte Schalen oder tiefe Teller füllen. 
  • Nach Wunsch noch ein paar zusätzliche Peperonistreifen als Deko obenauf legen.