Kokosduft über Lauchlicht

Zartes Schweinsfilet badet kurz in einer hellen Kokos-Sojasauce, getragen von Lauch, Zwiebeln, Kefen und Sesam, mit einem leisen Hauch Knoblauch.

Angaben zum Rezept 

  • Menge: Für 2 Personen 
  • Zeit: ca. 30–35 Minuten (ohne lange Marinierzeit, die hier minimal ist) 
  • Gang: Hauptgang 
  • Einfluss: Leichte, asiatisch inspirierte Fusionküche 
  • Saisonalität: Ganzjährig, besonders fein an kühleren Abenden 
  • Energiegehalt: grob 550–650 kcal pro Person

Poetische Beschreibung

Ein warmer Atem von Kokos und Lauch steigt aus der Schale, während zarte Schweinsfiletstreifen wie kleine Boote in der hellen Sauce treiben. 

Kefen zeichnen grüne Bögen in die Oberfläche, Sesamsamen glitzern wie leise Akzente, und ein kaum hörbarer Knoblauchton wispert von Ferne. 

So treffen sich Küchenwege zwischen Reisfeldern und Alpenwinden in einem Teller, der schlicht wirkt und doch still Geschichten erzählt.

Arbeite hier besonders mit Zurückhaltung: Lieber die Sojasauce knapp dosieren, den Knoblauch wirklich zart halten und an der Kokosmilch nicht „schwer“ werden lassen. Wenn Lauch und Kefen noch lebendig wirken und das Schweinsfilet nur eben so durchgezogen ist, wirkt das Ganze elegant statt „Curry-Pfanne“.


Zutaten

Fleisch und kurze Marinade

  • 300 g Schweinsfilet, in feine Streifen oder kleine Würfel geschnitten 
  • 1 EL Sojasauce 
  • 1 TL Sesamöl 
  • 1 TL Sesamsamen, leicht zerdrückt 
  • 1 kleine Knoblauchzehe, sehr fein gehackt oder gerieben (wirklich sparsam) 

Gemüse und Sauce

  • 1 kleiner bis mittlerer Lauch, in feinen Halbringen (weisser und hellgrüner Teil) 
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt 
  • 1 weitere kleine Knoblauchzehe, sehr fein gehackt (optional, ebenfalls eher zart dosiert) 
  • 120–150 g Kefen, schräg halbiert oder ganz belassen 
  • 200 ml Kokosmilch (vollfett oder leicht, je nach Wunsch) 
  • 1 EL Kokosfett 
  • 1–2 TL Sesamöl 
  • 1–2 EL Sojasauce (für die Sauce, nach Geschmack) 
  • 1 EL Sesamsamen, geröstet 

Weinempfehlung 

Zu dieser Kokos‑Schweinsfilet‑Komposition passen frische, aromatische, aber strukturierte Weissweine mit guter Säure und etwas Kräuter-/Zitruscharakter.

Schweiz 

  • Ein nicht zu üppiger Sauvignon Blanc (z.B. aus der Deutschschweiz): Frische Säure, Zitrus, leichte Kräuter – das fängt Kokos und Sojasauce gut ein. 
  • Alternativ ein eleganter, eher trockener Heida/Paien aus dem Wallis, nicht zu holzbetont.

Österreich 

  • Grüner Veltliner (Kremstal, Kamptal oder Wachau, nicht zu kräftige Kategorie): Pfefferl, Apfel/Zitrus, gute Struktur, ideal zur leichten Kokoswürze und zum Lauch. 

Italien 

  • Vermentino aus Ligurien oder der Maremma: salzige Frische, Zitrus, mediterrane Kräuternoten, das trägt Kefen, Sesam und Kokos sehr schön. 
  • Alternativ ein Soave Classico (Garganega): dezente Mandel-/Kräuternote, genug Säure, nicht zu schwer.

Frankreich 

  • Sauvignon Blanc von der Loire (Sancerre, Pouilly-Fumé oder ein guter Touraine): klare Säure, Zitrus, Gras/Kräuter – bringt Spannung in die Kokos-Lauch-Sauce. 
  • Ein trockener Riesling aus dem Elsass mit eher schlanker Stilistik kann ebenfalls sehr gut funktionieren.

Zubereitung 

1. Fleisch vorbereiten

1. Schweinsfilet von Sehnen befreien, in feine Streifen oder kleine Würfel schneiden. 

2. In einer Schüssel mit Sojasauce, Sesamöl, Sesamsamen und der fein gehackten Knoblauchzehe mischen. 

3. Kurz ziehen lassen (10–15 Minuten reichen hier, es ist mehr eine Aromatisierung als eine schwere Marinade).

2. Gemüse vorbereiten

1. Lauch längs halbieren, gründlich waschen, dann in feine Halbringe schneiden. 

2. Zwiebel fein würfeln. 

3. Kefen waschen, nach Wunsch schräg halbieren oder ganz lassen. 

4. Knoblauch (für die Sauce) sehr fein hacken, falls verwendet.

3. Fleisch scharf anbraten

1. Eine grosse Pfanne oder Wokpfanne stark erhitzen. 

2. Kokosfett hineingeben, kurz schmelzen lassen. 

3. Marinierte Schweinsfiletstreifen darin portionsweise sehr heiss, sehr kurz anbraten, sodass sie Farbe nehmen, aber innen noch zart bleiben. 

4. Fleisch aus der Pfanne nehmen, warm stellen (z.B. zugedeckt in einer vorgewärmten Schale).

4. Aromagrundlage und Gemüse

1. In derselben Pfanne bei mittlerer Hitze Zwiebel in etwas Sesamöl glasig werden lassen. 

2. Lauch und ggf. den zweiten Hauch Knoblauch zugeben, kurz mitdünsten, bis der Lauch zusammenfällt, aber noch Farbe behält. 

3. Kefen zugeben und 2–3 Minuten mitbraten, sie sollen leuchtend grün und noch leicht knackig bleiben.

5. Kokos-Sojasauce

1. Kokosmilch in die Pfanne giessen, aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren. 

2. 1–2 EL Sojasauce einrühren, abschmecken und bei Bedarf mit etwas Wasser verlängern, damit die Sauce leicht, nicht zu schwer wirkt. 

3. Kurz leise köcheln lassen, bis Lauch und Zwiebeln weich, Kefen aber noch leicht bissfest sind. 

4. Mit Sesamöl und ggf. einem Hauch weiterer Sojasauce abrunden; Salz nur bei Bedarf und sehr vorsichtig.

6. Fleisch zurück in die Sauce

1. Die angebratenen Schweinsfiletstreifen mit dem ausgetretenen Saft in die leise köchelnde Kokossauce geben. 

2. Nur noch 1–2 Minuten ziehen lassen, nicht mehr stark kochen, damit das Fleisch zart bleibt. 

3. Geröstete Sesamsamen unterheben oder über das fertige Gericht streuen.

7. Anrichten

1. Das Kokos-Lauch-Kefen-Schweinsfilet in tiefen Tellern oder Schalen anrichten. 

2. Mit etwas zusätzlichem Sesam und ein paar dekorativ platzierten Kefen und Lauchstreifen abschliessen. 

3. Nach Wunsch mit einer sehr dünnen Spur Sesamöl parfümieren (wirklich nur ein Hauch).