Paprikagold & Tamarindenhauch

In Kokosöl und Chili marinierten Garnelen auf einem Bett aus sämiger Paprika-Kokos-Tamarindensauce, begleitet von schlicht gebratenem Reis.

Angaben zum Rezept

  • Personen: 2 
  • Gang: Hauptgang oder 2. Gang 
  • Charakter: fruchtig-würzig, mild scharf, cremig-leicht, klare Tamarindensäure 
  • Kulinarischer Einfluss: vor allem südostasiatisch (Anklänge an Thailand/Malaysia durch Kokosmilch, Chili, Tamarinde, Sojasauce und Garnelen)
  • Jahreszeit: ganzjährig, besonders an kühleren Abenden 
  • Zeitaufwand: ca. 35–40 Minuten 
  • Schwierigkeit: mittel 

Poetische Beschreibung

Feine Garnelen heben sich wie leuchtende Inseln aus einem warmen Meer aus Paprika und Kokos, in dem Chili und süsse Sojasauce nur leise andeuten, wohin die Reise geht. 
Die Tamarinde spannt zum Schluss einen klaren, säuerlichen Duftbogen über die sanfte Cremigkeit, während der gebratene Reis alles trägt wie ein stiller, körniger Grund, der den Paprikagold-Schimmer einfängt.

Brate die Garnelen kurz und heiss, damit sie glasig und saftig bleiben, und lass die Paprika-Kokos-Sauce in Ruhe zur Samtdecke eindicken, bevor die Tamarinde zum Schluss für Klarheit sorgt.

Zutaten 

Garnelen und Marinade

  • 250–300 g rohe Garnelen, geschält und entdarmt 
  • 1,5–2 EL Kokosöl (flüssig oder leicht erwärmt) 
  • 1 TL Paprikapulver (süss, nicht geräuchert, nach Wunsch leicht edelsüss) 
  • ½–1 TL Chilipulver oder Chiliflocken (nach Schärfewunsch) 
  • 1–1,5 EL süsse Sojasauce 
  • 1 kleine Prise Salz (zurückhaltend, wegen Sojasauce) 

Paprikagemüse und Sauce

  • 2 rote Paprika, in feine Streifen geschnitten 
  • 1 EL Kokosöl (falls in der Pfanne zu wenig Fett ist) 
  • 200–250 ml Kokosmilch 
  • 1–2 TL Tamarindenextrakt oder -paste (nach Geschmack, eher grosszügig) 
  • Salz nach Bedarf 

Beilage

  • Gebratener Reis nach Wahl (z.B. Jasminreis vom Vortag, in wenig Öl kurz gebraten, nur leicht gewürzt) 

Weinempfehlung: 

  • Schweiz
    Ein nicht zu süsser Gewürztraminer oder ein aromatischer Pinot Gris aus der Schweiz, gern mit etwas Schmelz; sie tragen Kokos und Chili und mildern die Tamarindensäure.
  • Österreich
    Ein fruchtiger Grauburgunder (Ruländer) oder ein kräftiger, aber nicht holzlastiger Chardonnay; beide passen laut Empfehlungen gut zu Garnelen-Currys mit Kokosmilch.
  • Deutschland
    Ein Riesling Kabinett feinherb oder eine fruchtige Scheurebe; Fruchtsüsse und Säure balancieren Schärfe, Tamarinde und die leichte Süsse der Sojasauce.
  • Italien
    Ein üppiger, fruchtiger Vermentino aus Küstenlagen (z.B. Sardinien) oder ein aromatischer, nicht zu schlanker Pinot Grigio; sie harmonieren gut mit exotischer Würze und Kokos.
  • Frankreich
    Ein Pinot Gris aus dem Elsass mit dezenter Restsüsse oder ein aromatischer Viognier ohne dominantes Holz; beide sind klassische Partner zu würzigen Kokos-Garnelen-Gerichten.

Zubereitung: 

1. Garnelen vorbereiten und marinieren

  • Garnelen schälen (falls nötig), Rücken längs einschneiden und den Darm entfernen, dann kalt abspülen und trocken tupfen.
  • Kokosöl, Paprikapulver, Chili, süsse Sojasauce und eine kleine Prise Salz in einer Schüssel verrühren. 
  • Garnelen in die Marinade geben und alles sorgfältig mischen, so dass sie rundum überzogen sind. 
  • 15–20 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen, dann kurz Zimmertemperatur annehmen lassen.

2. Paprikagemüse vorbereiten

  • Paprika entkernen und in feine Streifen schneiden, damit sie im Wok/in der Pfanne schnell und gleichmässig garen.

3. Garnelen scharf anbraten

  • Eine grosse Pfanne oder einen Wok stark erhitzen. 
  • Die marinierten Garnelen mitsamt einem Teil der Marinade in die heisse Pfanne geben und bei hoher Hitze 1–2 Minuten braten, bis sie rundum gar und leicht gebräunt sind (sie sollten sich rosa färben und leicht fest werden, aber nicht trocken).
  • Garnelen aus der Pfanne nehmen und warm stellen; das aromatisierte Bratfett in der Pfanne belassen. 

4. Paprikagemüse dünsten

  • Falls nötig 1 EL Kokosöl ergänzen. 
  • Die Paprikastreifen in das verbleibende Fett geben und bei mittlerer bis hoher Hitze 4–6 Minuten andünsten, bis sie weich, aber noch al dente sind. 
  • Leicht salzen, damit sich die Aromen öffnen.

5. Kokos-Tamarindensauce herstellen

  • Hitze auf mittel reduzieren. 
  • Kokosmilch zur Paprika geben und gut verrühren, so dass sich Bratansatz und Marinadenreste lösen und in die Sauce einarbeiten. 
  • Einige Minuten sanft köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt und eine cremige Konsistenz annimmt, die die Paprikastreifen umhüllt.
  • Tamarindenextrakt einrühren; mit wenig beginnen, kurz einkochen lassen und bei Bedarf nachdosieren, bis ein deutlich, aber angenehm säuerlicher Akzent erreicht ist. 
  • Mit Salz fein abschmecken. 

6. Garnelen zurück in die Sauce

  • Die Garnelen samt ausgetretenem Saft zurück in die Pfanne geben. 
  • Alles vorsichtig vermengen und kurz aufkochen lassen, dann die Hitze sofort reduzieren, damit die Garnelen nicht nachgaren und zäh werden.

7. Anrichten

  • Gebratenen Reis auf Teller geben oder separat in Schälchen servieren. 
  • Garnelen und Paprika-Kokos-Tamarindensauce daneben oder halb darüber anrichten. 
  • Nach Wunsch mit wenigen zusätzlichen Chiliflocken oder einem Hauch Paprikapulver bestäuben.