Mafé mit Rindfleisch (senegalesisch)

Westafrikanisches Rinderragout mit Erdnuss, Tomate und Chili, verfeinert mit kräftigem braunem Fond.

Beschreibung

Dieses Mafé verbindet ein klassisches Rinderragout mit westafrikanischen Aromen. Der braune Fond sorgt für Tiefe, während Erdnussbutter, Tomate, Ingwer und Chili eine cremige, würzige Sauce ergeben. Dazu passen Reis oder Couscous.

Für ein besonders ausgewogenes Ergebnis sollte das Ragout bei niedriger Hitze sanft schmoren, bis das Rindfleisch zart ist und die Sauce ihre volle Konsistenz entwickelt hat. Je nach Geschmack lässt sich das Mafé mit etwas Limettensaft, frischem Koriander oder gerösteten Erdnüssen verfeinern; so erhält das Gericht zusätzliche Frische und einen angenehmen Biss.

Angaben

Herkunft: Senegal 🇸🇳  (Westafrika) 

Kategorie: Hauptgericht 

Portionen: 4 

Vorbereitung: 25 Minuten 

Kochzeit: ca. 2 Stunden 

Gesamtzeit: ca. 2½ Stunden 

Schwierigkeitsgrad: Mittel 

Schärfe: Mild bis scharf 

Tipps: Verwende für dieses Mafé ungesüsste Erdnussbutter und salze zunächst vorsichtig, da ein reduzierter brauner Fond bereits kräftig sein kann. Das Rindfleisch sollte langsam schmoren, bis es weich ist und sich leicht mit der Gabel teilen lässt. Für eine mildere Variante kannst du die Chilischote ganz mitkochen; gehackt verteilt sich die Schärfe stärker in der Sauce. Falls das Mafé zu dick wird, lässt es sich mit etwas Fond oder Wasser verdünnen. Am nächsten Tag schmeckt der Eintopf meist noch aromatischer. Die Zutaten können nach Belieben angepasst werden, solange die Verbindung aus Rindfleisch, Tomate, Erdnuss und kräftiger Sauce erhalten bleibt.

Zutaten

Rindfleisch

  • 800 g Rinderragout, in Würfeln
  • 2 EL Erdnussoder Pflanzenöl
  • Salz und Pfeffer

Mafé-Sauce

  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 20 g Ingwer, fein gerieben
  • 2 EL Tomatenmark
  • 400 g Pelati, zerdrückt
  • 500 ml brauner Fond oder Rinderbrühe
  • 120 g ungesüsste Erdnussbutter
  • 2 Karotten, in Stücke geschnitten
  • 1 Süsskartoffel, gewürfelt
  • 1 rote Peperoni, gewürfelt
  • 1 Chilischote, fein gehackt oder ganz
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • ½ TL Koriander, gemahlen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

Servieren

  • Reis oder Couscous
  • Gehackte Petersilie oder Koriander
  • Geröstete Erdnüsse, optional

Zubereitung

1. Fleisch anbraten: Rindfleisch salzen, pfeffern und portionsweise im heissen Öl kräftig anbraten. Herausnehmen.

2. Aromen rösten: Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer im selben Topf anschwitzen. Tomatenmark, Kreuzkümmel und Koriander kurz mitrösten.

3. Schmoren: Pelati, Fond, Lorbeerblatt und Fleisch dazugeben. Zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 1½ Stunden schmoren.

4. Gemüse garen: Karotten, Süsskartoffel, Peperoni und Chili hinzufügen. Weitere 25–30 Minuten köcheln, bis Fleisch und Gemüse weich sind.

5. Erdnuss einarbeiten: Erdnussbutter mit etwas heisser Sauce glatt rühren und unter das Ragout mischen. Noch 10 Minuten sanft köcheln lassen.

6. Vollenden: Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblatt entfernen.

7. Anrichten: Mit Reis oder Couscous servieren und nach Wunsch mit Kräutern und gerösteten Erdnüssen garnieren.

Hinweis: Den braunen Fond vorsichtig salzen, besonders wenn er bereits reduziert wurde.


Hirse-Couscous (Thiéré)

 

Thiéré ist ein typisch senegalesischer Couscous aus Hirse, der ähnlich wie Weizencouscous in der nordafrikanischen Küche bereits vorverarbeitet ist. Traditionell wird er zusammen mit Lalo vert (gemahlenen Baobabblättern) als Bindemittel gedämpft. Im Unterschied zu anderen Couscoussorten wird Thiéré in ein Tuch gewickelt und in einem verschlossenen Behälter über Dampf gegart.

Da Thiéré hier kaum erhältlich ist, verwende ich stattdessen normale Hirse. Diese röste ich zunächst in einer Pfanne hellbraun an und lasse sie anschließend mit der doppelten Menge Gemüsebrühe 15–20 Minuten zugedeckt garen. Danach weitere 10 Minuten quellen lassen und zum Schluss mit einer Gabel auflockern.

 

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